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Philippinen auf eigene Faust

behrmannholger
vor 18 Stunden
49 Min. Lesezeit

Philippinen auf eigene Faust Februar/März 2026

Abreise am 18.2.26 um 20:15 Uhr Frankfurt-Bangkok Condor DE2362


Unsere diesjährige große Reise startet mit einem Arbeitstag. Da wir einen Abendflug haben, wird noch bis 16 Uhr gearbeitet. Direkt danach geht´s zum Flughafen. Tom fährt uns. Wir sind sehr zeitig dort und geben unsere Rucksäcke auf. Ohne Eile begeben wir uns nach einem kurzen Snack zur Sicherheitskontrolle. Dort werden wir zur Seite genommen und die Bundespolizei gerufen. Sabrina hat ihren Teleskopstab für die 360° Kamera ins Handgepäck gesteckt. Das darf so nicht mit, es ist einem Schlagstock ähnlich, sagen die Beamten. Entweder sollen wir es teuer bei der Gepäckaufbewahrung abgeben oder wegschmeißen oder nachträglich aufgeben, sind die uns geratenen Optionen. Wir wollen die Ausrüstung im Urlaub natürlich nutzen und so müssen wir wieder komplett raus aus dem Sicherheitsbereich und rennen wieder den weiten Weg zum Gepäckaufgabeschalter.

Unser komfortabler Zeitpuffer sinkt rapide. Außer Atem dort angekommen, müssen wir eins unserer Handgepäckstücke zusätzlich aufgeben und den Stab dort verstauen. Jetzt schnell alles wieder zurück, im Sicherheitsbereich zu den Angestellten die uns schon kennen. Neugierig fragen sie, ob es geklappt hat. Hat es.

Am Gate B44 angekommen, wundere ich mich über die Anzeige „Rio de Janeiro“. Kaum sitzen wir und haben unser Getränk geöffnet, kommt die Durchsage über die Änderung des Flugsteiges. Alle Mann bitte nach B20. Dort warten wir lange auf die Maschine, die gerade aus China eintrifft. Es mußte kurzfristig das Fluggerät geändert werden. Mit Verspätung heben wir ab nach Bangkok. Premium Economy war eine gute Wahl, finden wir und versuchen etwas zu schlafen.   

      

Bangkok-Manila 18:45 Uhr 19/20.02. Philippine Airlines


Der lange Flug war gut, wir landen pünktlich in Bangkok. Wir müssen einreisen, obwohl wir nur 5 Stunden später weiterfliegen, da wir verschiedene Airlines gebucht haben. Die Einreise verläuft gut und unser Gepäck ist auch schon da. Wir fahren zum Geldtauschen ganz runter und holen zwei Bier im 7-Eleven. Der Geldtausch klappt nicht, Die Wechselstube hat keine philippinischen Pesos. Wieder oben setzen wir uns mit dem Getränk nach draußen und genießen die Wärme. Dann checken wir alles wieder bei Philippine Airlines ein. Mango-Sticky-Reis essen wir zur Überbrückung. Der 3,5-stündige Flug verläuft reibungslos und früher als geplant erreichen wir Manila.

Einreise und Gepäck sind wieder kein Problem. Da sind wir endlich. Unser Hotel ist direkt beim Flughafen und wir wollen den kurzen Weg schnell mit dem Taxi fahren. Ein „Organisator“ winkt uns heran und versucht uns eine Fahrt für 1700,- Pesos (24 Euro) zu verkaufen. Wir lehnen ab, weil viel zu teuer. Dann geht er runter auf 1000,-. Erstmal sagen wir zu, aber es kommt die ganze Zeit kein Taxi. Dann entscheiden wir uns für ein Grab und nach kurzer Zeit haben wir einen Transport für 130,- Pesos. Im Achievement Airport Hotel angekommen, ist es schon 0 Uhr. Schnell ins Zimmer, abduschen ohne großartigen Wasserdruck und dann schnell ein paar Stunden schlafen. Morgenfrüh geht es weiter mit dem nächsten Flug. Das Hotel ist ok, eignet sich aufgrund seiner Lage bestens als Stopover Unterkunft für einen Tag oder ein paar Stunden. Preis für eine Nacht für zwei Personen mit Frühstück macht dort 29 Euro.


Manila-Dumaguete-Siquijor


Wenn man an der Rezeption beim Auschecken die gleiche Person vorfindet wie beim Einchecken, weiß man, der Schlaf war ein kurzer.

Erschöpft haben wir bis um 4:40 Uhr geschlafen. Ab 5 Uhr gibt es Frühstück und um 6 Uhr fährt uns der Hotelshuttlebus zum Inlandsflug in Terminal 3. An den Self Check-In und Self Bagdrop-Automaten probieren wir uns aus. Cebu Pacific spart am Personal beim Check-In.

Auf unseren Flug nach Dumaguete auf Negros müssen wir etwas länger warten, aber alles noch im Rahmen. Über eine lustige Außentreppe die sich im Zickzack von unten hoch an dir Tür windet, besteigen wir unseren Flieger und nach einer Stunde landen wir in Dumaguete. Ein knuffiges kleines Flughafengebäude erwartet uns, wie so oft auf den kleinen Inseln. Direkt davor stehen schon diverse Transportmöglichkeiten parat und wir lassen uns mit einem Tricycle für 250 Pesos durch dichten Verkehr zum Hafen fahren.

Bevor unsere Fähre um 12:30 Uhr nach Siquijor abfährt, haben wir noch ausreichend Zeit. Man sollte aber durchaus rechtzeitig am Fährterminal sein, weil man dort, wie am Flughafen, erst durch Paß,- und Sicherheits,- sowie Gepäckkontrolle muß und das Boarding mindestens 30 Minuten vor Abfahrt startet, wenn nicht noch eher. Wir essen im Obergeschoß eine Kleinigkeit und warten dort, denn das Terminal füllt sich zusehends und unten ist fast kein Platz mehr.

Wir haben alle Fährfahrten und Inlandsflüge vorab von zu Hause aus gebucht. Einerseits nimmt das natürlich eine gewisse Spontanität, andererseits sichert es unseren Reiseplan, vorausgesetzt es gibt keine Ausfälle oder Streichungen oder sonstige unvorhergesehenen Ereignisse.

Da wir aber nur kleine und weniger frequentierte Ziele auf den Philippinen ansteuern und teilweise nur wenige Verbindungen, sei es Flug oder Fähre, pro Tag oder Woche angeboten werden, sichert es uns den definitiven Transport. Wir dürfen einsteigen in die Star Craft 6, ein altes geräumiges Schnellboot mit ordentlich Platz. Wer nicht nur Handgepäck dabei hat, bezahlt beim Einsteigen nochmal 30 Pesos für Tasche oder Rucksack/Koffer.

Wir nehmen aufgrund unserer zweiten Klasse Buchung bei 12 GoAsia (12,70 Euro für zwei) im Bauch des Bootes Platz. Alle Fenster sind nicht zu öffnen und dunkel angemalt. Etwas mulmig kann einem werden, wenn man den Notausgang sucht und den in Form einer kleinen schmalen Treppe hinten entdeckt. Wenn hier alle auf einmal rauswollen, dürfte das chaotisch sein. Die Küstenwache kommt und kontrolliert ob alles OK ist und macht ein paar Fotos und Videos der Fahrgäste, dann dürfen wir ablegen.

Die Fähre pflügt sich durch eine ordentliche Dünung und wir erreichen nach 45 Minuten den Hafen von Siquijor. Sobald alle ausgestiegen sind, werden die Taschen ausgeladen und jeder schaut, daß er sein Hab und Gut wiederfindet, um dann schnell zum Ausgang zu gelangen. Dort steht eine begrenzte Anzahl an Transportmöglichkeiten und wenn erstmal alle unterwegs sind, muß man etwas warten bis wieder Nachschub kommt. Wir schnappen uns ein TukTuk und fahren die 20 Minuten für 350 Pesos auf die andere Seite der Insel nach San Juan zu unserer Unterkunft.

Das Charisma Beach Resort erweist sich als kleines, aber feines Hotel in direkter Strandlage. Momentan ist Ebbe und das Wasser weit weg. Ähnlich dem Wattenmeer. Wer Bilderbuchstrand sucht, ist hier verkehrt, aber sonst ist es klasse. Wir saugen die Atmosphäre in unseren Stühlen direkt vor unserem Strandbungalow auf.

Davon hat es hier nur zwei. Nach etwas Akklimatisierung laufen wir ein wenig die Straße vor dem Hotel rauf und runter und kehren zur Happyhour im Monkey Business ein. Abendessen nehmen wir direkt bei uns im Hotel ein. Sie bieten eine kleine Karte an, auf der für jeden etwas dabei ist. Außer uns sind noch ein paar wenige andere Gäste da. Ein kleiner Strandspaziergang rundet den langen Tag ab. Morgen wollen wir die Insel des Feuers erkunden, für viele Filipinos ist sie heute noch eine mystische Insel voller Hexen und übernatürlicher Phänomene. Unter den Einheimischen ist Siquijor ebenso für seine Heiler berühmt.    

  

Lugnason Falls-Pitogo Cliff-Lazi-Kawasan Falls-Salagdoong Beach-Sandugan-La Canopee


Seit kurz nach 4 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen und habe den Hähnen beim Krähen zugehört. Leise informiere ich mich noch, was wir heute alles machen wollen.

Gestern Abend haben wir noch im Hotel einen Fahrer mit Gefährt für heute organisiert. Das Hoteleigene TukTuk kann, sofern es nicht anderweitig eingesetzt ist, für Ausflüge samt Fahrer gemietet werden. Um 6:30 Uhr wecke ich Sabrina unfreiwillig und wir schauen mal zum Strand. Das Wasser ist extrem weit weg. Nach dem Frühstück machen wir uns um 8:45 Uhr auf den Weg. Zuerst fahren wir ca. 15-20 Minuten zu den Lugnason Falls. Sie liegen, sehr sehenswert nur ein paar hundert Meter von der Straße entfernt über einen Pfad erreichbar, mitten im Dschungel.

Unser Fahrer wartet oben an der Straße. Dort bezahlen wir den Locals 20 Pesos p.P. Eintritt. Im schönen Naturpool läßt es sich gut baden, wie wir sehen. Außer uns sind nur drei andere Leute dort. Für Baden ist es uns noch zu früh und wir gehen wieder zurück. Wir wollen die Insel heute einmal umrunden und fahren ca. 10 Minuten weiter gegen den Uhrzeigersinn zum Pitogo Cliff. Eine schöne schroffe Steilküste mit netten Felsen und Klippen zwischen 3 und 20 Metern über dem türkisenen Wasser.

Eintrittspreis 30 Pesos. Leider ist es hier komplett überlaufen, da mit uns mehrere Kleinbusse ankommen und somit wollen wir bald weiter.  Nicht weit entfernt, 15 Minuten weiter in Lazi das nächste Highlight, der 400 Jahre alte Balete Baum. Besser bekannt als Banyan Tree oder Würgefeige. Lustig dabei ist hier der davor liegende Pool in dem hunderte Fische leben und die einem an den Füßen die Hornhaut abknabbern, wenn man sie reinhält. Bei den großen Exemplaren ist das extrem kitzelig.

Der Eintritt kostet 20 Pesos. Einige Souvenirläden befinden sich drumherum. Auch hier füllt es sich zusehends und somit machen wir uns auf den Weg zu den in der Nähe befindlichen Kawasan Falls. 15 Minuten weiter im Landesinneren in den Bergen liegen sie absolut sehenswert und auch traumhaft mitten im Dschungel. Hier führt auch wieder ein kleiner Pfad hinunter.

Nur mit Guide machbar, der aber optional bezahlt werden kann. Für das Parken des TukTuks fällt ebenfalls eine kleine Gebühr an. Der Eintritt kostet hier 50 Pesos pro Person. Wir gehen den steilen Weg hinunter und sind beeindruckt. Hier ist es herrlich und wir legen eine längere Pause ein und diesmal baden wir auch. Entweder kann man sich mit dem Seil in den unwirklich türkisen Pool schwingen oder seitlich vom Felsen hineinspringen.

Eine kleine Höhle, die sich hinter dem Wasserfall befindet und nur schwimmend erreichbar ist, ist das I-Tüpfelchen. Außer uns sind nur noch zwei weitere Leute da. Hier in der Inselmitte gibt es einige Wasserfälle, die relativ dicht beieinanderliegen. Die Kawasan Falls sind eine gute Alternative zu den großen auf der Insel bekanntesten Cambugahay Falls, bei denen es auch mal gut voll werden kann.

Abgekühlt machen wir uns auf den ca. halbstündigen Weg via Maria Bay zum Salagdoong Forest, ein 200 Hektar großer, künstlich angelegter Wald aus Molave Bäumen an dessen Ende der schattigen Straße die Küste und der Salagdoong Beach warten. Wieder schroffe Felsen, diesmal mit Badestrand. Schön, aber ziemlich viel los hier. Wir gehen einmal auf den „Aussichtsfelsen“, von dem man gut Klippenspringen kann. Drohnenpiloten warten dort auf Kunden für die perfekten Urlaubsbilder.

25 Minuten fahren wir weiter auf der Küstenstraße zum Sandugan Beach, den wir erst nicht wirklich finden, weil er zum Teil von Hotels zugebaut ist, die allerdings schon etwas älter sind. Wir halten im Casa de la Playa, denn das Schild verspricht Restaurant und Strandbar. Netter Strand aber das Restaurant ist zu und die Beach Bar fehlt. Aber Charme hat das hier, obwohl es in die Jahre gekommen ist. Eigentlich wollten wir hier Mittagspause machen und etwas essen. Wir halten unterwegs weiter Ausschau und kurz hinter Larena finden wir eine „Töpfchenküche“ wie wir diese Art der Restaurants ab jetzt nennen.

An der Straße bietet eine Familie verschiedene Gerichte oder einzelne Zutaten wie Fleisch, Fisch etc. in Töpfen oder Pfannen mit Deckel an. Man wirft einen Blick hinein und kann sich so zusammenstellen, was man alles möchte. Hier lassen wir uns nieder und begleitet von streunenden Hunden und Katzen, lassen wir es uns schmecken. Ein großes (1 Liter-Flasche) San Miguel Bier teilen wir uns. Weitere 25 Minuten Fahrt im offenen Tuktuk genießen wir die sattgrüne Landschaft hoch in die Berge zum La Canopee Point.

Eine Bar mit Restaurant und Aussichtspunkt. Ein atemberaubendes Panorama über Berge mit üppigem dichtem grünem Regenwald bis zum blauen Meer bietet sich uns. Von hier oben kann man fantastische Sonnenuntergänge beobachten. Eine sehr schön gestaltete Anlage mit vielen netten kleinen Separees und abgeschirmten Sitzecken laden zum Verweilen ein.

Wir kommen zur Happyhour und genießen einen Mangojito. Beides spektakulär, der Cocktail und die Aussicht. Sehr tropisch mit weitem blick auf die Boholsee. Auch hier füllt es sich zu Abend etwas und unser Rundtrip neigt sich dem Ende. Somit machen wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. Kurz nach 17 Uhr sind wir wieder dort. Nebenan machen wir noch schnell einen Massagetermin für morgen aus und dann springen wir bei uns nochmal in den Pool.     

  


San Juan / Siquijor


Heute ist ein richtiger Sonntag. Es regnet schon eine ganze Weile und um 7:30 entscheiden wir uns aufzustehen und das Frühstück aufzusuchen.

Danach machen wir es uns auf den großen Liegen unserer Veranda gemütlich, weil es den ganzen Vormittag regnet oder schüttet. Blick aufs Meer, Palmen, Wärme. Macht nix, ein wenig Urlaub darf sein. Der Vorteil der zwei Strandbungalows in erster Reihe ist eben die große Veranda mit den bequemen Liegen. Gegen Mittag hört der Regen auf und wir wagen uns vor die Tür.

Beim Onads nebenan essen wir lecker zu Mittag. Im netten Lädchen etwas weiter die Straße hoch ersteht Sabrina noch eine Tasche und dann wollen wir noch Geld abheben. Die Philippinen sind Bargeldland und man sollte, wenn es funktionierende und gefüllte ATMs gibt, die Chance nutzen. Insbesondere dessen, da der maximale Abhebebetrag 10.000 Pesos ist und jede Abhebung mit einer Gebühr versehen ist. Die Automaten spucken nur 1000 Peso Scheine aus, die ungern jemand wechselt. Kleine Scheine zu haben, ist immer von Vorteil. An beiden Geldautomaten wird Sabrinas Karte abgelehnt. Wir brauchen W-Lan, um das zu lösen aber das Cafe gegenüber hat leider einen Ausfall ihres Routers. Also zurück.

In der Unterkunft lösen wir das Problem. Noch etwas dösen im mittlerweile wieder eingesetzten Regen und um 16 Uhr gehen wir zur Massage im Hiwaga nebenan. Sehr entspannend. Danach holen wir gegenüber Getränke und gehen wieder auf die Veranda. Zu Abend essen wir hier und dann bezahlen wir unsere Rechnung da es morgen zeitig losgeht.

Man wollte uns das bereits im Voraus bei der Buchung bezahlte Frühstück noch einmal abrechnen aber die Chefin kommt und behebt den Fehler. (3 Nächte mit Frühstück für 2 Personen kosten uns 194 Euro) Den Fahrer für morgen früh zum Hafen bestellen wir uns auch gleich. Wir unterhalten uns noch mit einer englischen Rentnerin, die sich hier nach ein paar Tagen Aufenthalt die Hüfte gebrochen hat und jetzt mehr schlecht als recht unterwegs ist. Rucksäcke packen, Tanduay Rum leertrinken. Fertig.

  

Siquijor-Tagbilaran-Jagna-Camiguin


Heute ist wieder Reisetag, deswegen stehen wir um 6:15 Uhr auf. Um 7 Uhr frühstücken wir schnell etwas und um 7:20 Uhr fährt uns das Hoteltuktuk an den Hafen.

Dort ist mächtig viel los. Als erstes wird in den Terminals immer die Passenger Terminal Fee eingezogen. In diesem Fall hier

14 Pesos pro Person. Die Gebühr ist immer vor Ort zusätzlich zum Fahrpreis zu entrichten und kann nicht vorab online bezahlt werden. Die Schlangen im Terminal sind lang, aber wir sind rechtzeitig und es ist ganz gut organisiert. Wieder müssen große Rucksäcke und Koffer abgegeben werden für einen Obolus. Wir quetschen uns auf unseren gebuchten Platz und pünktlich nach hiesigem Standard legt OceanJet nach Tagbilaran auf Bohol ab.

Das Boot ist nicht ganz voll und somit ziehen wir in eine freie Reihe um, da die Plätze sehr eng sind. Fahrpreis für zwei Personen in der zweiten Klasse sind 23 Euro. Nach zwei Stunden erreichen wir den Hafen von Tagbilaran. Sabrinas Rucksack ist einer der ersten die entladen werden. Auf meinen müssen wir lange mit vielen anderen zusammen warten, obwohl ich ihn ganz oben auf einem Haufen gesehen habe. Beim Verlassen des Fährgebäudes fängt uns eine Dame mit Taxidienst ab.

Viele Fahrer/Vehikel stehen bereit, um die Leute direkt in Empfang zu nehmen. Sie bieten sogar Rundfahrten über Bohol an. Da wir welche der wenigen Personen sind, die direkt weiter nach Jagna auf der anderen Seite der Insel wollen und das Angebot dafür etwas spärlicher ausfällt, verhandeln wir mit ihr ein wenig und einigen uns dann auf 2500 Pesos für die 1,5-stündige Fahrt im bequemen Taxi. Grab ist hier nur im Stadtgebiet von Tagbilaran verfügbar. Gemütlich auf dem Rücksitz des Autos schauen wir uns die vorbeiziehende Landschaft an. Immer entlang der schönen Küstenstraße in den Südosten von Bohol.

In Jagnaam Hafen angekommen, besuchen wir einen philippinischen McDonald´s und entdecken viele Sachen, die es bei uns oder woanders nicht gibt. Es wird unter anderem der Ebi-Burger angeboten. Von der Konsistenz eine Art Chickenburger wobei das „Fleisch“ aus panierten Garnelen besteht. Es gibt Hühnchenteile mit Reis und einer leckeren Soße aus einem riesigen Spender wie beim KFC und McSpaghetti. Sehr lustig. Von der Soße landet einiges auf unseren Rucksäcken als übereifrige Schulkinder darauf herumdonnern. Am Markt gegenüber dem Eingang zum Fährterminal kaufen wir 4 Bierdosen für die Fahrt. Die Terminal Gebühr beträgt hier 30 Pesos/Person.

Im Terminal fällt den Beamten der Sicherheitskontrolle mein Rucksack im Scanner auf. Ob ich Flaschen oder Flüssigkeiten dabeihabe, möchte man wissen. Ich bestätige zwei Weinflaschen aus Deutschland dabeizuhaben. Er schaut nach und meint, alles klar. Kein Problem. Er dachte, ich hätte evtl. Alkohol dabei! ?? Ich schaue wahrscheinlich etwas verdeppert aber packe alles wieder ein und ziehe von dannen. In den Hafengeländen sowie auf den Fähren herrscht Alkoholverbot. Das wußten wir bis dato auch noch nicht. Wir haben also 2 Liter Wein und 4 Bier dabei. Perfekt.

Unser nächstes Ziel ist Balbagon auf der kleinen Insel Camiguin und von Tagbilaran gibt es keine Verbindung dorthin, nur von Jagna aus. Hier fährt auch kein Schnellboot, sondern eine richtige große Fähre die auch Fahrzeuge mitnimmt. Die Überfahrt mit dem Schiff ist wesentlich langsamer und dauert 4 Stunden! Diese Fähre von Barkota/SuperShuttleFerry kann man maximal nur ein paar Wochen vorher online buchen und nicht wie bei anderen, Monate im Voraus. Kosten 24 Euro für zwei Personen. Pünktlich ist Boarding und wir beziehen einen Platz an Deck mit Luft und Blick.

Die Küstenwache kontrolliert wieder und 25 Minuten verspätet um kurz vor 15 Uhr legen wir ab. Die Autofähre tuckert gemütlich vor sich hin, wir sehen Camiguin langsam näherkommen und nach 4,5 Stunden erreichen wir den Hafen von Balbagon.

Alle stehen schon bereit, als die Rampen heruntergelassen werden und drängen an Land. Es ist schon dunkel. Der Andrang wird jäh unterbrochen. Der Zoll ist da und kontrolliert jedes Gepäckstück. In zwei langen Reihen aneinandergelegt wird der Spürhund durchgeführt und sucht nach Drogen.

Als die Kontrolle beendet ist, schnappen wir uns ein Tricycle und bei mittlerweile strömendem Regen erreichen wir nach kurzer Fahrt unsere Unterkunft Marianitas Cottage am Rand von Mambajao. Eine der zwei schönen Beach Front Suites haben wir uns reserviert. Neben uns zieht gerade eine Spanierin ein, die auch auf der Fähre war. Kurz nach dem Betreten des Zimmers ist Stromausfall. Wir gehen dann ein paar hundert Meter die Straße runter zu einer netten Dame mit Töpfchenküche und suchen uns etwas aus dem verbliebenen Angebot aus. Hier sitzen einige Backpacker, denn das Essen ist unschlagbar günstig. Wir zahlen für alles umgerechnet 2 Euro mit Getränk.    

                        

White Island / Camiguin


Als wir aufstehen, lacht die Sonne und wir nehmen unser leckeres Frühstück draußen im Garten ein mit Blick auf das Meer.

An der Rezeption organisieren wir uns noch schnell ein Auto für morgen. Die nette Dame hat jemanden parat der uns für einen guten Preis ein Auto hierherbringt, welches wir den ganzen Tag nutzen können und es danach auch wieder abholt. Morgen wollen wir einmal komplett um die Insel fahren und alles abklappern, was uns interessiert.

Als das erledigt ist, machen wir uns zu Fuß auf zum Hafen, von dem die Boote nach White Island abfahren. Die vorgelagerte strahlendweiße Sandbank können wir auch von unserer Veranda aus sehen. Mit Auslegerbooten fahren die Fischer einen hinaus auf den Archipel bestehend aus Sand und Korallen. 550 Pesos kostet ein Boot und 50 Pesos pro Kopf.

Höchstens 4 Leute pro Boot und dann darf man maximal 3 Stunden dort verbringen. Bezahlt wird direkt am Hafen an einem Schreibtisch an dem ein paar junge höfliche Mädchen alles akribisch in einem Buch notieren und uns einen Zettel mit der Nummer des Bootes und der Handynummer für WhatsApp überreichen. Falls man früher zurück möchte, einfach melden.

Boot Nr. 27 bringt uns nach White Island und wir laufen ganz ans Ende der Sandbank. Dort sind wir fast allein. Schnell ins Wasser und schnorcheln. Wunderschöne blaue Seesterne tummeln sich zwischen Korallen und allem anderem am Meeresboden. Wir gehen aufgrund unserer Sachen am Strand, nacheinander ins Wasser. Sabrina sieht direkt beim Losschwimmen eine Seeschlange.

Den Rest der Zeit verbringen wir mit dem Genießen der wunderbaren Aussicht auf unsere Insel, die man von hier draußen in Gänze sieht. Gestern konnten wir das gar nicht so wahrnehmen da wir die Insel ja im Dunkeln erreicht haben. Der Inselwinzling Camiguin liegt 10 Kilometer vor Mindanao und ist quasi fast kreisrund und besteht aus sieben Vulkanen.

Der größte Mount Timpoong und der zweithöchste, aber aktivste Mount Hibok-Hibok auf die wir direkt schauen, verstecken sich oben immer noch in Wolken. Erst 1951 kam es zu einem größeren Ausbruch mit Todesopfern. Dies führte zur Dezimierung der Einwohnerzahl durch Wegzug.

Auf White Island gibt es keinerlei Schatten und wenn man nicht vorgebräunt ist, ist man gut beraten etwas für den Kopf oder die Schultern mitzunehmen. Die Boote vermieten teilweise kleine Sonnenschirme für die Zeit des Aufenthalts dort. Wir haben, das merken wir erst abends, einen ordentlichen Sonnenbrand trotz mehrmaligen Eincremens mitgenommen.

Wir werden bei Flut von unserem Boot wieder abgeholt und die Mitte der Sandbank ist jetzt etwas überspült. Im Hafen essen wir an einer Ecke etwas zu Mittag. Zwei T-Shirts kaufen wir an einem Stand als Souvenir. Den Rest des Tages verbringen wir auf unserer Terrasse mit Blick aufs Meer und genießen den ersten schönen sonnigen Tag seit längerem, wird uns erzählt.

Am Abend laufen wir zu einem Restaurant, welches es wohl nicht mehr gibt, wie wir feststellen. In der Nähe werden wir alternativ fündig. Mit Maja, einer netten Alleinreisenden Israelin, sitzen wir zusammen beim Essen und Plauschen nett. Mit einer Gabel von Sabrinas „Fleisch“ aus ihrem Gericht läuft sie zur Theke und erkundigt sich, was das denn sei.

Das auf der Karte angegebene Hühnchen entpuppt sich somit, bis auf wenige richtige Stücke, als Tofu mit künstlich versetztem Hühnergeschmack. Den schönen Tag beenden wir auf der Veranda mit einer Flasche unseres „geschmuggelten“ Weißweins.

 




 Katibawsan Falls-Baylao-Old Volcano Walkway-Sunken Cemetery-Old Church Ruins-Tuasan Falls-Sagay-Binangawan Falls


Das gestern bestellte Auto ist pünktlich um 8:30 Uhr hier und somit kann der gut getaktete Tag starten. Im starken Regenschauer fahren wir zuerst zu den 75 Meter hohen Katibawasan Falls.

Kurz vor dem Ziel ist der Regen vorbei und wir haben dort alles für uns allein. Kein Mensch dort. Morgens und vormittags ist es dort von Vorteil, da die Wasserfälle dann im besten Licht erscheinen. Schön gestaltete relativ neu renovierte Anlage, bei der das Wasser in einen natürlichen, von üppiger tropischer Vegetation umgebenen Pool stürzt. 75 Pesos Eintritt pro Nase und ein Parkplatz ist direkt davor.

Der ist privat und gegen eine kleine Gebühr kann man dort sein Fahrzeug abstellen. Von hier fahren wir wieder zurück, denn wir wollen die Insel gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Der nächste Stop in Baylao ist den Nummernschildern geschuldet. Dank eines Tipps hier aus unserem Ort, werde ich dort in einer Werkstatt vorstellig. Tatsächlich hat der sehr nette Mann ein paar Souvenirs für mich, die er auf seinem ganzen Areal zusammensucht.

Der kleine Schrottplatz ist voll in den Dschungel integriert und manche Fahrzeuge sind unter dem Bewuchs kaum noch zu erkennen. Sein „Der ist noch gut, den mache ich wieder fit, ich warte nur auf Teile“ kann ich kaum glauben. Weiter geht die Fahrt auf der Küstenstraße, die einmal komplett um die Insel führt und wir halten am Old Volcano Walkway.

Ein schweißtreibender Aufstieg, anfangs noch als Treppen, später als einfacher Pfad, führt an der Flanke des Mt. Vulcan an 14 Lebensgroßen Skulpturen vorbei, die den Leidensweg Christi nachstellen. Oben belohnt ein Ausblick auf die Westküste und die weite Mindanaosee und das große im Meer stehende Kreuz des Sunken Cemetery. Da es ja heute Morgen erst wieder geregnet hat ist es hier so tropisch schwül, daß wir nach kürzester Zeit komplett naßgeschwitzt sind. Der Eintritt kostet 25 Pesos. Parken kann man am Eingang direkt an der Straße.

Kaum wieder im Auto, nur einen Kilometer weiter befindet sich der versunkene Friedhof. Bei dem Vulkanausbruch von 1871 wurde der Ort Bonbon komplett zerstört. Von damals übrig geblieben sind an jener Stelle nur noch Überreste der dicken Steinmauern der alten spanischen Kirche und die Ruine des separat stehenden Glockenturms.

Der unweit entfernt liegende Friedhof sackte bei Erdbewegungen im Zuge des Vulkanausbruchs ins Meer und ist heute als der versunkene Friedhof von Camiguin bekannt. Seit 1982 markiert ein riesiges weißes Kreuz die Stelle im Wasser. Mit Booten, sich an Seilen entlanghangelnd kann man zur Plattform gelangen. Oder aber man kann schnorcheln gehen und über die alten Grabsteine schweben.

Dafür entscheide ich mich. Geschnorchelt werden darf nur mit Guide und gegenüber auf der anderen Seite der Straße ist ein Haus, in dem man sich in das Buch einträgt und die Gebühr entrichtet. 100 Pesos für das Schnorcheln, 150 Pesos für den Guide. Hier kann man sich auch umziehen und findet Toiletten vor.

Gesagt, getan, rein ins kühle Nass. Der Guide und zwei andere Schnorchler warten schon unten am Wasser. Wir schnorcheln weit raus und einmal großflächig um das stehende Kreuz herum. Das alte Kreuz, welches ebenfalls versunken ist, liegt nicht tief am Meeresgrund. Gräber oder Grabsteine sind nur noch schwer zu erkennen da alles mittlerweile mit Korallen bewachsen ist. Sehenswert sind ein paar Riesenmuscheln, die sich hier befinden. Eine Wasserschlange kreuzt unseren Weg.

Wieder an Land, erstehen wir hier an den kleinen Ständen ein paar Souvenirs. Es lohnt sich gar nicht das Auto anzumachen, so nah befinden sich die Ruinen der Kirche des Ortes von damals. Die Mauerreste sind mittlerweile dick bemoost und große Bäume wachsen darin. Weiter geht´s für 3 Kilometer auf der Küstenstraße bis zur Abzweigung zu den Tuasan Falls.

Eine Straße führt von hier einmal quer über die Insel und nach 6 Kilometern erreichen wir den 25 Meter hohen Wasserfall. Auch dieser ist wunderschön und sehr gut zu erreichen. Der Eintritt für zwei samt Parken schlägt hier mit 150 Pesos zu Buche. Eine schöne neu gestaltete Anlage sehr nah am Geschehen.

Im Felsenpool, in den der Wasserfall in tosenden Kaskaden stürzt, sind wir die Fotografen für zwei israelische Mädels, die ihren Spaß im Wasser haben. Unzählige Fotos müssen gemacht werden. Etwas auf die Zeit achtend, müssen wir weiter und fahren nach Sagay. Unterwegs halten wir an einer netten Lokalität am Straßenrand, um uns zu stärken. Mittagessen für zwei mit Getränk für 388 Pesos (5,50 Euro).

In Sagay ist die 1882 erbaute Santo Rosario Kirche sehenswert, denn sie sieht etwas aus wie eine Ruine, finden wir. Auf der Weiterfahrt kurz hinter dem Ort passieren wir eine Polizeikontrolle und werden nett durchgewunken. Leider verpassen wir da aber die Abzweigung zu den 10 Kilometer entfernten Binangawan Falls. Wir wenden und korrigieren es. Wir finden nur noch ein einziges Schild, das uns das Ziel weist.

Eine Straße führt sehr lange, sehr steil den Berg hoch und das Auto hat alle Mühe. Ein alter Reiseführer berichtet über eine unbefestigte Straße und daß das Ziel nicht mit einem Tricycle oder TukTuk zu erreichen wäre und auch ein Moped seine Probleme hätte. Das können wir bestätigen. Mittlerweile wurde die kleine Straße geteert aber ist nur noch in der Mitte befahrbar da die Ränder komplett zugewachsen sind. Viel Verkehr ist hier wohl nicht.

Ein Schild mit dem Verbot für Touristen mit Rollern läßt uns wundern. Auf einmal nach einer Kurve auf einer Brücke ist die Straße zu Ende und wir stehen vor einer Wand. Der Blick rundherum läßt keinen richtigen Weg erkennen. Sind wir falsch? In der Karte sind die 15 Meter hohen Falls eingezeichnet. Später am Abend erfahren wir in unserer Unterkunft, daß die Wasserfälle von der Straße nur über einen kleinen Pfad ein paar Kilometer durch den Busch erreichbar sind und dieser sehr schwierig sei. Es ist dort immer wieder zu Unfällen gekommen, auch eben wegen der schwierigen Anfahrt/Abfahrt.

Somit sind sie mittlerweile quasi von der touristischen Landkarte genommen worden. Immerhin haben wir von hier oben einen wunderbaren Blick auf Camiguin und die Mindanaosee. Wir kehren mit Blick auf die Uhr um. Den ganzen Berg auf der steilen engen Straße wieder runter, fordert die Bremsen unseres Toyotas. Jetzt können wir die Verbotsschilder wegen Touristen auf Rollern nachvollziehen.

Weiter unten springt aus dem Gebüsch auf einmal eine kleine Gruppe Ferkel hervor und rennt neben uns her. Schwein gehabt.

Wieder an der Küste angekommen, lassen wir die anderen zwei auf der Agenda stehenden Punkte ausfallen und fahren direkt, die Küstenstraße fertig beendend, nur unterbrochen von zwei Armee und Polizeikontrollen, in unsere Unterkunft. Tanken, noch Geld abheben und bei Sonnenuntergang sind wir zurück.


Das Auto wird pünktlich abgeholt. Heute ist Feiertag auf den Philippinen. Gedenken an das Ende der Marcos Diktatur durch friedlichen Widerstand 1986. Abendessen nehmen wir wieder in der Töpfchenküche von vorgestern ein.


Camiguin-Cebu-Siargao


Entspannt startet ein weiterer Reisetag mit Frühstück am Meer und packen unserer Sachen.

Wir haben uns gestern Abend über die Rezeption noch ein Tricycle organisiert welches überpünktlich da ist und uns um 10:30 Uhr zum Flughafen fährt. Als der Fahrer an einem Tor aus Maschendrahtzaun hält und blinkt, erkennen wir erst den Flughafen.

Das Gebäude in der Größe einer Doppelhaushälfte ähnelt eher einem Betriebshof einer Firma als einem Flughafen. Das Tor wird von einem Sicherheitsmann aufgeschoben, wir fahren rein und hinter uns wird wieder zugemacht. Ich denke mir so, wie oft macht er das, wenn ein Flug ansteht. Schnuckelig.

Aber es paßt zu der entspannten Art auf dieser kleinen Insel. Check-In, Sicherheitsschleuse und Abflugbereich sind alle in einem Gebäude. Wir können direkt auf die Landebahn schauen. Camiguin wird von Philippine Airlines und von Cebgo, einer Tochterfirma der Cebu Pacific, angeflogen. Es gibt täglich maximal zwei Flüge. Der Gepäckfahrer dreht draußen wartend seine Runden. Um 12 Uhr landet die Propellermaschine, eine ATR, und innerhalb weniger Minuten steigen die einen aus und wir ein.

CEBU
CEBU

In der Zeit wird auch das ankommende Gepäck flugs aus und unseres eingeladen. Sehr gut organisiert das Ganze. Schwupps geht es los und kaum sind wir in der Luft, landen wir auch schon wieder. 10 Minuten vor geplanter Ankunft. Flugzeit etwas mehr als 30 Minuten. In Cebu snacken wir etwas zu Mittag und hetzen dann zu unserem Gate. Wir hatten undeutlich verstanden, daß schon geboarded wird, aber das betraf den Flug davor nach Surigao. Zum Verwechseln ähnlich mit Siargao.

Erst recht durch undeutliche Lautsprecherdurchsagen. So sind wir wenigstens zeitig da, obwohl direkt beim boarding dann doch noch das Gate geändert wird. Pünktlich heben wir trotzdem ab und fliegen wieder mit einer kleinen Propellermaschine über Leyte und Dinagat und die unter uns liegenden Inseln hinweg mit schöner Aussicht unser Ziel an. Siargao liegt ganz außen an der Pazifikseite der Philippinen.

Wir haben schon hart aufgesetzt als der Pilot merkt, daß wir zu schnell sind und noch zu wenig Landebahn übrig ist und so startet die Maschine wieder durch. Eine weite Schleife, wieder ganz raus aufs Meer und dann glückt der zweite Versuch. Nicht weniger hart, aber erfolgreich setzen wir auf. Auch hier ist der Flughafen winzig und innerhalb von Minuten sind wir draußen.

Dort wartet schon das vorbestellte TukTuk unseres AirBnb Vermieters und bringt uns zu unserer Hütte nach Bloom/Pacifico. Die kostet uns 140 Euro für 4 Nächte. Unsere Hütte liegt am Pacifico Beach nur durch eine Straße und wenige Häuschen vom Meer getrennt direkt am Surf Spot.

Sehr cooler winziger Ort mit netter Gastronomie und ein paar schnuckeligen Geschäften. Direkt nebenan im Golden Coral essen wir vorzüglich zu Abend. Frisch gegrillten Thunfisch, Gambas und Knoblauchreis. Preislich kann es sich auch sehen lassen. Knapp 12 Euro für uns beide mit Getränken. Während wir unser Mahl genießen, fahren ein alter Mann und ein paar kleine Kinder einfach auf der Straße mit ihren Skateboards auf und ab.  


Pacifico/Siargao


Wir schlafen endlich mal wieder aus und genießen dann ein Frühstück im ManuBrew direkt nebenan.

Unmittelbar um unsere Unterkunft herum sind mehrere Lokalitäten, die alles zwischen Frühstück und Abendessen anbieten. Direkt gegenüber und zwei Häuser weiter, sind kleine Geschäfte, bei denen man das Nötigste kaufen kann. Ein perfektes kleines Örtchen. Gestärkt laufen wir den Strand entlang und schauen den Surfern zu.

Siargao ist bekannt für seine Wellen und guten Surfspots und somit tummeln sich hier Surfer aus der ganzen Welt. Mit Cloud 9 gibt es weiter südlich einen Weltklasse Spot an dem auch regelmäßig Meisterschaften ausgetragen werden. Auch war es für uns (mich) ein Grund die Insel in unsere Planung einzubauen. Am Ende des Strandes ist ein Brettverleih und ich mache mit dem Typ dort etwas für morgen aus.

Kurze Zeit später in unserem Bungalow entscheide ich mich doch für eine heutige Surfstunde. 300 Pesos (ca. 4 Euro) kostet das Brett für eine Stunde. Nehme ich. Lange nicht gesurft und etwas eingerostet, mühe ich mich zuerst etwas ab. Dann geht es besser und ich bekomme vier Wellen. Trotzdem nicht zufriedenstellend. Mal sehen, wie es morgen ist.

Aber einfach allein schon nur mit Boardshorts im Wasser zu sein, in tropischer Umgebung auf den Wellen zu dümpeln, entschleunigt ungemein und ich genieße es. Zu Mittag essen wir eine Kleinigkeit im Cervezas nebenan. Nach kurzer Ruhephase in der Hütte gehen wir zum Strand zu den Cottages, die ebenfalls dem Vermieter gehören und die man als Gast mitbenutzen kann.

Unterstände zum Sitzen und Liegen aus Holz. Wir vertrödeln dort die Zeit, schauen den Surfern zu, quatschen, baden, sitzen auf einem Palmenstumpf und blicken entspannt auf den Pazifik. Wir gehen den ganzen Tag gemütlich an. Gegen Sonnenuntergang lernen wir noch David, den Vermieter unserer Unterkunft, persönlich kennen.

Er empfiehlt uns einen Platz zum Essen für heute Abend und wir geben ihm noch die 600 Pesos für den Flughafentransfer. Außerdem organisieren wir uns noch einen Mietwagen über ihn für eine Inseltour am Sonntag. David ist sehr bemüht, immer schnell erreichbar und kümmert sich sehr. Seine Schwester betreibt den kleinen Laden gegenüber.

Im empfohlenen Restaurant, etwas die Straße hoch, essen wir heute gut zu Abend und werden dabei lautstark von der Nachbarschaft mit lokaler Musik und Karaoke begleitet. Lebron James heißt der Laden und befindet sich gerade im Umbruch, wie uns eine Dame von dort erzählt. Lecker war es.


 

Pacifico/Siargao


Wir wachen um 7:15 Uhr auf, das Frühstück nehmen wir wieder im angrenzenden Manubrew ein. Leider haben sie heute keinen Avocadotoast. Danach machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand.

Ich leihe mir nochmal ein Brett und bin für eine Stunde surfen. Viel besser als gestern. Mehr Wellen, mehr Erfolg. Heute habe ich auch Surfschuhe an, da ich gestern einen kleinen Schnitt an der Fußsohle von den scharfen Korallen mitgenommen habe. Im Wasser sind Locals mit Surfschülern. Die bekommen das volle Wohlfühlprogramm, müssen sich nur auf das Brett legen, warten und werden von den Lehrern in die anrollende Welle geschubst.

Im Zimmer zurück, ruhen wir uns für 30 Minuten aus. Dann laufen wir die Straße runter ins Serai. Eine kleine Bambusbar und essen mit Füßen im Sand eine leckere Suppe zu Mittag.


Den Nachmittag verbringen wir nochmal am Strand bei den Cottages zwischen Locals. Dort befinden sich mehrere Gruppen Filipinos, die Geburtstag feiern. Wir werden herangewunken und ich bekomme von einem gut gelaunten Mann gleich einen Becher Bier in die Hand gedrückt, den er vorher einem anderen direkt abnimmt.

Am Strand sitzen wir zwischen den Familien und beobachten das bunte Treiben. Die Kinder haben im Wasser einen Heidenspaß. Ein Kiter sorgt immer wieder für Jubel und Applaus, weil er extra bis fast an den Strand gefahren kommt, hier seinen Kite dreht, eine Kurve fährt und wieder aufs Meer düst. Die Kinder sind begeistert. Dann kommt Albert. Albert Matugas ist ein betrunkener, aber lustiger und gut gelaunter Kerl.

Der mit dem Bierbecher vorhin. Er will wissen, wer wir sind und woher wir kommen. Er sei der Neffe des Kongreßabgeordneten Matugas aus dem Inselparlament und arbeitet bei der philippinischen Transport,- und Verkehrsbehörde. Wenn wir irgendwelche Probleme hätten oder Hilfe bräuchten, sollen wir uns bei ihm melden und gibt uns seine Handynummer.

Er ruft seine Frau her, die schon etwas genervt ist und stellt uns vor. Ihr ist das etwas peinlich, notiert aber seine Telefonnummer für uns. Den Arm legt er dauernd um mich und ist so froh uns kennenzulernen, sagt er. Das geht eine ganze Weile so und wir unterhalten uns lustig. Das Ganze endet dann damit, daß wir Shirts tauschen und nun bin ich im Besitz seines offiziellen Tanktops, ähnlich einem Basketballshirt, der philippinischen Behörden und er der Besitzer meines Metalshirts.

Auf seinem Kleidungsstück ist sogar hinten sein Name aufgedruckt. Später kommt er nochmal angelaufen und schenkt mir auch noch seine Kappe. Da fällt mir ein, ich habe ebenfalls eine Kappe dabei, laufe gegenüber in unsere Hütte und hole sie für ihn.

Nach einer Weile verabschieden wir uns herzlich und Sabrina geht duschen, ich joggen. Komplett naßgeschwitzt komme ich zurück und wir waschen noch ein paar Sachen. Vorzügliches Abendessen gibt es wieder nebenan im Coral Garden. Auf unserer Veranda endet der tropische Abend. 

    

Pacifico-Secret Mountain View-Danjug Cave-TakTak Falls-Coconut Road-Maasin River-General Luna-Cloud 9-Pacifico


Der vorgestern „bestellte“ Mietwagen ist um 7:30 Uhr hier. Ein Toyota Wigo. Siargo Car Rental, eine junge Autovermietung wurde uns von David vermittelt.

Unkomplizierter Kontakt per WhatsApp und Facebook. Der Wagen wird gebracht und wieder abgeholt. Das Auto ist relativ neu und sauber. Preis für einen Tag von 7:30 Uhr bis 19 Uhr sind unschlagbare 1200,- Pesos (18 Euro).

Wir packen unseren Kram zusammen und los gehts Richtung Norden. Auch auf unserer dritten Insel wollen wir komplett einmal außenrum und mittendurch. Erster Stop ist Secret Mountain View.

Ein schön angelegter Aussichtspunkt auf einem Hügel, fünf Minuten zu laufen von der Straße aus mit schönem Panoramablick über Teile der Nordspitze und auf Kokosnusspalmen. Kurz vor dem „Gipfel“ steht ein Bambushäuschen und man verlangt dort 100 Pesos/p.P. „Eintritt“. Getränke gibt es dort ebenfalls zu kaufen.

Wenn man auf die verschiedenen „Vorrichtungen“ aus Holz steigt, ist der Blick von weiter oben noch etwas besser! Wir fahren weiter um die Nordspitze herum an Little Hawaii vorbei mit Blick auf herrliche Buchten, eine sogar mit Wrack.

Unser nächster Halt an der Danjug Cave, einer kleinen Kalksteinhöhle, ist nur ein kurzer, weil das Tor zum Gelände verschlossen und der Eigentümer nicht da ist, wie ein Nachbar berichtet. Das kommt, was man so hört, wohl öfter vor.

Dafür entlohnen die unweit entfernten TakTak Falls an der Westküste. Der einzige Wasserfall auf der Insel kostet 50 Pesos p.P. Eintritt. Eine Straße führt direkt bis dorthin und parken kann man auch. Außer ein paar Einheimischen ist keiner da. Nett gemachte Anlage, man kann im Pool der Fälle baden. Allerdings im Vergleich zu Siquijor ist der Bereich befestigt und betoniert.

Wir bleiben ein wenig und lassen die Füße im frischen Wasser baumeln. Von hier fahren wir weiter durch das Landesinnere. Siargao ist sehr tropisch, nicht nur wegen den Temperaturen/Luftfeuchtigkeit, sondern auch wegen der sehr üppigen grünen Vegetation. Die Insel ist voll mit Kokospalmen und das macht optisch einfach noch einen tropischeren Eindruck.

Die kleinen Sträßchen in der Inselmitte sind hoch und dicht bis an den Rand bewachsen und es entsteht der Eindruck man würde mitten durch den Dschungel fahren. Auf dem Weg halten wir am Straßenrand an, da hier alles vollgeparkt ist und wir schauen wollen warum. Einem Pfad folgend erreichen wir eine große Holzhütte in der es laut und ordentlich zur Sache geht. Drinnen finden Hahnenkämpfe statt und ein großer Trubel herrscht. Es sind ausschließlich Filipino Männer anwesend und wir werden erstaunt angeschaut. Sabrina fühlt sich dabei irgendwie fehl am Platze und Eintritt soll es auch kosten. Somit verlassen wir das Geschehen wieder und setzen unsere Fahrt fort.

Über die Coconut Road, auf der sich sonst bei schönem Wetter gegen Sonnenuntergang Skateboarder in Szene setzen, fahren wir weiter nach Süden. Sonntagvormittag ist hier niemand zu sehen.

Vorhin war noch bestes Wetter, jetzt ist es bewölkt und ab und an ist die Straße naß. Immer wieder unterbrochen von schönen Lookouts an der Straße mit Blick über Palmenhaine und Mangroven erreichen wir Maasin River.

Hier ist viel Trubel und wir entscheiden uns gegen eine Kanutour. Von der Brücke aus, können wir das emsige Treiben auf dem Fluß beobachten. Mit Kanus kann man hier durchpaddeln und an einigen Stellen schwimmen und von Holzbauten ins Wasser springen. Man merkt hier deutlich die Nähe zu General Luna, der Inselhauptstadt mit ihren meist jungen Urlaubern, alle mit Rollern bewaffnet unterwegs zu den Spots der Insel. In Pacifico im Norden ist davon deutlich weniger zu spüren.

Nach General Luna an der Ostküste fahren wir jetzt. Dort ist richtig viel los. Nur Roller, viele Touristen. Parken an der Straße fast nicht möglich. Gefällt uns nicht. Am vierten Geldautomaten sind wir erst erfolgreich. Im Nanay Felis essen wir zu Mittag. Als wir bezahlen, fängt es an zu regnen. In einer kurzen Pause schaffen wir es bis zum Auto.

Danach öffnet der Himmel seine Schleusen und es beginnt ein Wolkenbruch, der nicht mehr aufhört. Zeit für den Rückweg. Der Blick auf Cloud 9, den bekanntesten Surfspot, wo ein Holzsteg weit ins Meer rausführt, bleibt uns deswegen verwehrt. Die schöne und sehenswerte Straße mit vielen Brücken, über Buchten und die Mangroven versinkt im Grau.

Unterwegs in der Nähe des Flughafens, tanken wir. Die Heimfahrt durch das nasse dichte Grün ist trotzdem schön. In Pacifico ist das Wetter dann besser und trocken. Wie ausgemacht, um 19 Uhr, wird das Auto wieder abgeholt. Es sieht aus wie frisch aus der Waschanlage.


Siargao-Cebu-Puerto Princesa 


Nach vier Tagen steht wieder packen an. Wir machen uns heute auf den Weg von einem der östlichsten Teile des Inselstaates in den westlichsten Teil, nach Palawan.

Die 450 Kilometer lange und in Etwa 40 Kilometer breite langgezogene Insel ist die größte Provinz der Philippinen. Um kurz vor 8 Uhr holt uns der TukTuk-Fahrer von David ab und wir sind rechtzeitig am Flughafen.

Problemlos erreichen wir mit unserer Propellermaschine Cebu pünktlich.  Während des Umsteigens dort essen wir eine Kleinigkeit. Ich wähle frisch gebratenes Spanferkel, das man fast überall auf den Philippinen bekommt. Der zweite Flug verläuft ebenfalls nach Plan und um 13:30 Uhr landen wir in Puerto Princesa, der Hauptstadt Palawans.

Außerhalb des Flughafens stehen diverse Tricycles bereit. Bei einem „Disponent“ meldet man sich und sein Fahrziel und bekommt dann eine Karte mit einer Wartenummer. Nacheinander werden die Gäste abgefahren und für 200 Pesos fahren wir die zwei Kilometer zum Hostel Privado.

An einer der zentralen Hauptverkehrsstraßen, der Rizal Avenue, liegt es etwas zurückgesetzt in einem Hof. Praktisch und schlicht, für eine Nacht perfekt. In der Nähe gibt es alles Mögliche an Geschäften, Drogerien, FastFood-Läden und nicht weit entfernt sogar die SM City Mall. Im Hostel angekommen, muß ich mich erstmal kurz hinlegen, denn seit gestern früh habe ich eine Art Erkältung und bin schlapp.

Später gehen wir gegenüber in die Drogerie und holen ein paar Sachen dagegen. Wir trinken etwas in einer nahegelege

nen Bar inmitten eines Foodcourts mit Außensitzbereich und schlendern einmal durch die Mall. Ich erstehe ein Quiksilver T-Shirt, Sabrina einen Turnbeutel. Für morgen holen wir noch Sachen im Supermarkt und auf dem Rückweg kaufen wir an einem vollvergitterten Kiosk eine 0,75 L Tanduay Rumflasche für 165 Pesos. Das Abendessen im Jolli Bees, einer philippinischen FastFood Kette ist enttäuschend. Jetzt schnell zurück und früh ins Bett. Um 2 Uhr in der Nacht werden wir abgeholt für unsere nächste Insel. Uns erwartet eine sechsstündige Minibusfahrt ganz in den Süden Palawans.

    

Puerto Princesa-Buliluyan-Bancalaan-Patongong-Patawan/Balabac


Um 1:50 Uhr klingelt heute der Wecker nach einer unruhigen und lauten Nacht. Gegenüber des Hostels ist ein Cafe und oben drüber eine Karaokebar. Dort war gestern Party.

Um 2:15 Uhr werden wir abgeholt. Im Minibus sitzt schon ein Mädel aus Italien. Wednesday, wie wir sie später nennen. Nach und nach sammeln wir an verschiedenen Stellen weitere Leute ein, Gäste wie Personal und nach geraumer Zeit und Durchzählen vom Fahrer geht es los. Ein Deutsches Pärchen, Wednesday sowie zwei Locals und wir. Wir freuen uns über ausreichend Platz.

Nach 30 Minuten klingelt das Handy des Fahrers und er wird darauf hingewiesen, daß er jemanden vergessen hat. Also drehen und alles wieder zurück. Zwei Mädels aus Frankreich steigen zu. Dann ist der Minibus voll, der Platz jetzt eingeschränkt und es geht erneut los. Mit einem Affenzahn fahren wir gen Süden. Wir werden hin und hergebeutelt aber irgendwann siegt die Müdigkeit und wir dösen ein. Ewig geht es durchs dunkle Palawan auf leerer Straße. Kurzer Stop an einer Kaffeebude und dann dämmert es und langsam wird es hell.

Die Bergkette Palawans, sie durchzieht die Insel von Nord nach Süd und ist teilweise über 2000 Meter hoch, immer auf der rechten Seite und die Ebene auf der linken. Die Orte und die Behausungen werden immer spärlicher und ärmlicher. Im vollen Bus ist das enge Sitzen irgendwann anstrengend. Wir sind mit Abstand die Ältesten, lassen uns auch unsere Knochen merken. Ich kämpfe immer noch mit den Nachwehen der Erkältung, das macht es nicht besser.

Nach 6 Stunden Fahrt erreichen wir den Hafen von Buliluyan, ganz an der Südspitze im muslimischen Teil der Insel. Wir warten an einem Cafe mit anderen Bussen und deren Insassen auf unser Boot, daß uns nach Balabac bringen soll. Alle, die zusammen an dem Tag ankommen, „gehören“ zu einer Gruppe die zusammen Ausflüge macht und auch die Mahlzeiten zusammen einnimmt. Es gibt die Möglichkeit für 2, 3 oder 4 Nächte auf der Insel zu bleiben.

Noch kurz im Hafenbüro anmelden, sich in das Register eintragen und dann in das ebenfalls nicht zu große und enge Holzboot mit in unserer Sitzreihe unbequemen Holzplanken in Kniehöhe einsteigen. Die Küstenwache kontrolliert/dokumentiert wieder alles auf Bild und Video. Weitere 1, 5 Stunden fahren wir dann durch traumhaft türkises Wasser der Sulusee an kleinen Eilanden vorbei bis nach Bancalaan.

Eine kleine Insel oberhalb von Balabac. Der Balabac Archipel ist touristisch nur wenig bis gar nicht erschlossen und somit stehen hier nur rudimentäre Unterkünfte zur Verfügung und deswegen ist die Anreise auch etwas strapaziös. Gerüchte über den Bau eines Flughafens auf Balabac direkt, wecken keine guten Gedanken in mir. Noch gibt es keine Hotels oder eine richtige touristische Infrastruktur.

Am Steg von Bancalaan endet unsere Bootsfahrt und nur noch ein kleiner 10-minütiger Marsch durchs tropische Grün trennt uns vom kleinen Fischerdorf, hinter dem das Beachcamp direkt am Meer liegt. Leider ist das Dörfchen ziemlich vollgemüllt, was sich deutlich von allen anderen Inseln und Orten unterscheidet, die wir bis jetzt gesehen haben.

Das Camp aber ist schön angelegt und existiert erst seit November 2025. Es gibt eine kurze Einweisung der Schweizer Organisatoren, jeder bezieht seine von ihm vorab gebuchte Hütte mit mehr oder weniger Komfort und um 12 Uhr gibt es Mittagessen.

Schon um 13 Uhr ist die erste Bootstour angesetzt. Im Auslegerboot tuckern wir nach Patongong zum Tangkahan Beach.




Dort schnorcheln wir in einem unfaßbar klaren türkisen Wasser und entdecken große orange Seesterne mit schwarzen Punkten im schneeweißen Sand.

Kleine leuchtend blaue Fische flitzen um uns herum. Nach einer Stunde fährt das Boot weiter nach Patawan.

Eine winzige Insel, die ich in 5 Minuten umrunde, Ein kleines Korallenriff birgt herrlich viele Fische, Riesenmuscheln und einen Stachelrochen.

Nach einer Stunde und zwanzig Minuten schippern wir wieder bei lustiger Musik in Richtung unseres Camps. Langsam merken wir den extrem langen Tag und man könnte beim Schaukeln des Bootes einschlafen. Wir sind froh über unseren Beach Bungalow mit eigenem Bad, winziger Veranda und Klimaanlage. Drei gibt es hier davon. Außer unserer genannten gibt es noch verschiedene im Preis unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten.

Eine Hütte in der ersten Reihe auf Stelzen mit Blick aufs Meer mit Klima aber ohne Bad oder Wasser. Hütten mit Klima, Hütten nur mit Ventilator. Alle im hinteren Bereich des Camps und mit Gemeinschaftsbad/Toilette. Der Strom fällt gerne ein paar Mal abends aus. Gemeinsames Abendessen gibt es um 19 Uhr. Frische Köstlichkeiten aus dem hiesigen Meer und weitere Leckereien werden als kleines Buffet aufgebaut.

Danach sitzen wir noch mit zwei Deutschen Pärchen zusammen und tauschen Urlaubserlebnisse und Infos über bereits besuchte Gegenden der Philippinen aus. Dominik und Claudia waren heute Morgen bei uns im Bus. Um 22 Uhr ist Nachtruhe im Camp. So schnell sind wir selten eingeschlafen.


Bancalaan-Nasubata Riff-Onuk Island-Bancalaan


Heute steht eine ganztägige Bootstour an. Frühstück gibt es ab 7 Uhr aber viele Leute sind schon früher wach, denn deren Abreise steht an. Spätestens alle 4 Tage wechseln die Besucher im Camp. Die meisten haben, wie wir, die Dreitagestour gebucht. Kurz nach 8 Uhr fährt unser Boot ab.

Die Auslegerboote starten direkt vor unserem Hüttchen am Strand. Unsere Gruppe ist mit zwei Booten unterwegs und die Leute hälftig aufgeteilt. Die Mädels aus Frankreich und Claudia und Dominik sowie Antony und seine Frau, auch Franzosen, fahren immer mit uns und dem gleichen Boot. Die anderen wechseln manchmal hin und her.

Früh ist es schon sehr warm und bei angenehmer Brise fahren wir 1,5 Stunden zum ersten Schnorchelspot am Nasubata Riff, mitten auf dem Meer. Eine wunderbare Unterwasserwelt mit toller Riffkante und Blick in die Tiefe erwartet uns. Die farbenprächtigsten Fische wuseln um die Korallen und ich weiß gar nicht wo ich zuerst hinschauen soll.

Richtung tiefem Wasser sieht man auch den ein oder anderen größeren Fisch umherschwimmen. Ich sehe jeden Tag Fische, die ich vorher, auch bei anderen Reisen in Asien, noch nicht gesehen habe. Das Wasser „beißt“ ein wenig aufgrund der vielen Nesseln im Wasser, auch ein paar Quallen mischen sich darunter und Sabrina reagiert stark auf sie und muß aus dem Wasser.

Wenn man auf die Karte blickt, sind wir näher an Malaysia als am philippinischen Festland. Nach 20 Minuten weiterer Fahrt, kommt Onuk Island in Sicht. Ein Tropenparadies inmitten flachem türkisem Wasser so weit das Auge reicht.

Bis zum Horizont nur türkis und weißer Meeresboden. Fast schon kitschig und an eine Fototapete erinnernd. Es ist unbeschreiblich, wie weit man hier im seichten Wasser rauslaufen kann. Kristallklar und warm wie eine Badewanne.

Einige Schildkröten schwimmen um uns herum und grasen an den paar Stellen mit Seegras. Palmengesäumte Ufer und schneeweiße Strände empfangen uns auf der Insel. Bacardi Feeling, summe ich vor mich hin. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.

Unweit des Ufers liegen wieder Riesenmuscheln am Meeresboden. Um 12 Uhr wird in einer Hütte am Strand Mittagessen gereicht. Sehr leckere lokale Küche. Ich komme mit Anthony ins Gespräch aufgrund seiner Surfklamotten. Obwohl er an der französischen Atlantikküste lebt, ist er eigentlich kein Surfer.

Er entschuldigt sich, für sein nicht so gutes Englisch und wir plaudern etwas.  Bis 15 Uhr verbringen wir Zeit auf dem Eiland, im Wasser, am Strand…. im Paradies! Um rechtzeitig im Camp zurückzusein, müssen wir dann los.

Unterwegs kommen wir sogar in einen Regenschauer auf offener See. Fast wird es ein wenig frisch. Ein leckeres Abendessen mit großen gegrillten frischen Fischen erwartet uns. Den Abend verbringen wir mit netten Gesprächen mit Mitreisenden.


Bancalaan- Mansalangan-Jack Sparrow Coral Garden-Bugsuk-Starfish Point-Bancalaan


Wie wir beim Frühstück erfahren, haben Anthony und seine Frau heute Morgen schon mit anderen das Camp verlassen. Sie hatten nur einen zweitägigen Aufenthalt gebucht.

Ich sehe aber, daß er mir eine sehr nette Nachricht bei Instagram geschrieben hat. Gestern war auch wohl sein 30ster Geburtstag, wie ich jetzt erst auf seinen Bildern sehe.

Unser Boot startet heute gegen 8:30 Uhr und wir fahren ca. 1,5 Stunden bis zur Mansalangan Sandbank. Eine unfaßbar lange schöne Sandbank umgeben vom klarstem Wasser. Im etwas tieferen Wasser liegen viele Seesterne verstreut in den Seegraswiesen. Dort sehe ich auch Igelfische.

Die Sonne knallt schon wieder mit voller Wucht, aber mittlerweile sind wir gut gebräunt im Vergleich zu White Island auf Camiguin. Wir liegen im flachen Wasser, laufen auf der Sandbank hin und her. Tolle Fotos entstehen.

Jegliches Kameraequipment wird eingesetzt. Zum Glück hatten wir uns für die Mitnahme der Teleskopstange der Kamera in Frankfurt entschieden. Es kommen immer mehr Boote zur Sandbank, somit stechen wir wieder in See. Nächster Halt Jack Sparrow Coral Garden. Ich bezweifle, daß er so heißt aber unser Guide nennt ihn so. Hier ist es wieder fantastisch zu schnorcheln. Jedes Mal andere Korallen, andere Fische. Es ist viel tiefer und es gibt richtig viele große blaue Korallen, Fächerkorallen, Tischkorallen. Spektakulär.

Sabrina bleibt draußen aufgrund der gestrigen Erfahrung mit den Nesseln und den Quallen. Es haben sich wieder große juckende Stellen und Streifen gebildet. Wie leider in den letzten Urlauben auch schon.

Vom Korallengarten ist es nur noch ein kurzes Stück bis Punta Sebaring. Ein wunderschöner Puderzuckerstrand auf der Insel Bugsuk.


In einem kleinen Unterstand gibt es Mittagessen und dann genießen wir die restliche Zeit im Wasser und dösen am Strand unter Kiefern vor uns hin. Vom Bewuchs her, erinnert es etwas an Mauritius. Im ersten Moment denke ich an Sandfliegen, weil mich etwas beißt.

War es aber nicht. Um 14:30 Uhr treten wir den langen Rückweg an, wieder bei Bewölkung und diesmal Regen in der Ferne. Kurz vor unserer Insel noch ein kurzer Stop an einer Stelle, wo hunderte Seesterne am Grund im Sand liegen. Nebenan ist noch ein kleiner Korallengarten mit großen Skalaren.

Wir sind aber nur kurz im Wasser. Das andere Boot ist aufgrund von Motorproblemen direkt zum Camp zurückgefahren. Da es gestern lange Schlangen am Buffet gab und wir fast die letzten waren und vieles nicht mehr verfügbar war, sind wir heute unter den ersten. Danach gibt es noch Musik an der Beachbar und eine Tanzaufführung lokaler Kinder. Sehr süß.



Balabac/Bancalaan-Buliluyan-Puerto Princesa


Ein dreitägiger Aufenthalt mit zwei Übernachtungen in unserer gebuchten Kategorie im Balabac Beach Resort wie sich das Camp nennt, kostet 732 Euro für zwei Personen. Inkludiert sind alle Mahlzeiten/Getränke und Ausflüge sowie der Transfer.

Es steht heute die lange Rückreise von ganz hier unten nach Puerto Princesa an. Um 6 Uhr gibt es schon Frühstück, nicht sehr lecker heute und danach laufen wir mit unseren Rucksäcken durchs Dörfchen wieder zum Bootsanleger.

Alles wieder ins Boot und durch die Sulusee zurück in den Hafen von Buliluyan. Dort müssen wir uns im Büro wieder aus der Liste austragen und dann werden wir auf verschiedene Minibusse aufgeteilt. Manche fahren direkt durch bis El Nido ganz im Norden von Palawan. Das sind aber 10 Stunden oder mehr.

Diesen Monsterritt ersparen wir uns mit einer Zwischenübernachtung in Puerto Princesa. Die Fahrt ist im Hellen etwas länger wegen des vielen Verkehrs. Diesmal sind mit uns 3 Jungs aus Deutschland im Bus, die in Singapur studieren, die Mädels aus Frankreich, ein sehr nettes Paar aus Indien mit denen wir die letzte Zeit immer mal wieder gequatscht haben. Sie machen ihre erste Auslandsreise und dann gleich in so entlegene Ecken.

Gegen 15:30 Uhr setzt uns der Fahrer wieder am Hostel Privado ab, von dem wir auch gestartet sind. Sofort danach laufen wir zur benachbarten Apotheke, um was gegen Sabrinas immer schlimmer juckende und aussehende Quaddeln von den Nesseln zu holen. Im McDonalds probieren wir uns wieder durch die lustigen Sachen und dann gehen wir nochmal in die Mall. Bei Quiksilver kauft Sabrina eine lange Surfhose für die kommende Bootstour ab El Nido. Ein Bier im Vorbeigehen in der Bar und bei der „Frau“ im vergitterten Kiosk kaufen wir wieder eine Flasche Rum für 165 Pesos. Den Transfer für morgen haben wir bereits organisiert.


Puerto Princesa-El Nido


Eine weitere 5-stündige Minibusfahrt ins knapp 300 KM entfernte El Nido beginnt. Der bestellte Transfer Taxifahrer für 600 Pesos pro Person ist um 7:45 Uhr da und holt uns am Hostel ab. Im Bus sitzen schon drei Ungarn. Weiter Richtung Stadtausgang laden wir noch zwei Holländerinnen ein. Auf der gleichen Straße wie gestern geht es nun also weiter nördlich.

Nur ist die Gegend jetzt etwas bergiger und kurviger. Unterwegs sammelt der Fahrer immer mal wieder Locals ein und nimmt sie ein Stück mit. Wir sitzen eng auf viel zu schmalen Sitzen und die Fahrt zieht sich. An einem Stop im Nirgendwo kaufen wir uns an einer Bude einen selbstgemachten Hamburger. Sabrina ist skeptisch. Die Verkäuferin sagt aber, sie wären frisch gemacht.

Um 13:30 Uhr erreichen wir El Nido, das Tor zu vielen Tauchplätzen und Bootstouren in Nord Palawan. Schön in einer malerischen Bucht gelegen mit tollem Panorama. Hohe Berge, steil aufragende Kalksteinfelsen, ähnlich wie in Krabi in Thailand.

Die ganze Bucht liegt voller Boote. Anders als in Balabac, ist es hier sehr touristisch. Der Bus schmeißt uns am Zielpunkt weiter oben in der Stadt raus und den Rest fahren wir mit dem Tricycle zu unserer Unterkunft, den Chislyk Cottages. Traumhafte kleine Bungalows in der Stadt in direkter Strandlage mit tollem Blick auf die Bucht und die Berge.

Unsere Beste Unterkunft auf der ganzen Reise. Sehr gepflegt, top in Schuß und ein toller Service. Wir werden herzlich empfangen aber unser Zimmer ist noch nicht ganz fertig. Wir deponieren unseren Kram und machen uns zu Fuß auf. Ein paar hundert Meter weiter ist das Büro des Veranstalters (El Nido Paradise) unserer Bootstour und wir müssen dort noch die Anmeldung unterschreiben.

Momentan ist aber geschlossen also gehen wir weiter, klappern die Straßen ab und bummeln etwas in den Geschäften. In der Rooftopbar Cloud 9 des Beach House essen wir etwas und genießen mit ein paar Getränken den wunderbaren Ausblick von hier oben. Auf dem Weg zurück hat das Büro wieder offen und wir erledigen den Papierkram und bezahlen die Environmental Fee.


Vor uns macht eine französische Familie mit zwei kleineren Mädchen das Gleiche. Ob wir die auf dem Boot wiedersehen?


Dann genießen wir einfach mal kurz unser tolles Zimmer und den Ausblick hinter komplett verspiegelten Scheiben bei laufender Klimaanlage. Abends ist draußen noch mehr los und nach Einbruch der Dunkelheit lebt die Walking Street, die eigentlich keine ist, aber ich nenne sie so, auf. Wir holen uns draußen nur ein paar Getränke und sitzen vor unserem netten Gebäude und hören dem Meeresrauschen zu.

Vorhin hatte ich mein T-Shirt zum Lüften auf das Geländer der Veranda gehängt, schwupps kam eine Angestellte und hat es auf einen Bügel und an die Seite gehängt. Sehr aufmerksam. Dieser tolle Platz kostet für zwei Personen für eine Nacht ca. 43 Euro.  Wir packen noch ein paar Sachen um und in unsere Drybags, denn die nächsten 3 Tage und 2 Nächte sind wir nur auf dem Boot unterwegs und übernachten auf kleinen Inseln in rudimentären Hütten. Viel Gepäck ist da nur hinderlich. Das Boot fährt von El Nido nach Coron auf Busuanga, einer kleinen Insel zwischen Palawan und Mindoro und hält unterwegs nur an einsamen Inseln, Sandbänken, Schnorchelspots und Stränden an. Ein Abenteuer ähnlich wie Balabac, nur daß wir kein festes Camp haben, zu dem wir jedes Mal zurückkommen. Preislich schlägt dieses Abenteuer mit 554 Euro für zwei Personen zu Buche. Inkludiert alle Mahlzeiten und Getränke, Transfer und Unterkünfte.  

 

El Nido-Tacling Island-Manlihan Island-Cagdanao Island-Linapacan Island 


Wieder mal früh aufstehen, denn wir müssen um 7:30 Uhr am Treffpunkt sein. Leider

müssen wir unser schönes Zimmer schon wieder verlassen. Hier hätte ich gerne noch ein paar Tage verbracht. Die Unterkunft haben wir auch perfekt ausgesucht, denn sie liegt nur 100 Meter Luftlinie vom heutigen Treffpunkt, dem Townsquare entfernt.

Wir laufen mit unseren Rucksäcken dorthin und es sind schon einige andere Leute da. Wir werden aufgeteilt und in verschiedene Busse gesetzt. Dann fahren wir 45 Minuten weiter nördlich nach San Fernando in einen kleinen Hafen, in dem unser Boot liegt.

Alle großen Rucksäcke werden im Bauch verstaut, dann dürfen wir an Bord. An das große Gepäck kommt man dann in den nächsten Tagen und Nächten nicht mehr heran. Deswegen die Vorbereitung gestern Abend. Die französische Familie aus dem Büro ist tatsächlich auch bei uns dabei.

Die eine Tocher hat leider eine Verletzung am Fuß und einen Verband. Eine Plastiktüte darüber schützt vor Wasser. Insgesamt sind wir 22 Personen, die meisten aus Deutschland und Frankreich sowie 3 Engländerinnen. Es gibt eine Einweisung und erste Infos und dann heißt es Leinen los und wir stechen in See.

Der erste Stop nach Fahrt über bewegte See, ist Tacling Island, eine kleine Insel gegenüber von Calibangbongan Island. An der Riffkante ankern wir und müssen den Rest zur Insel schwimmen, denn bis ganz an den Strand können die Boote nicht. Wir wissen hier noch nicht, daß das bei jeder Insel so sein wird. Tacling hat eine lange Sandzunge, die sich in den Ozean streckt.

Somit hat man auf beiden Seiten des Strandes Wasser. Es ist dort aber nicht sonderlich spektakulär und die Unterwasserwelt auch nicht und wir schwimmen früh wieder zurück. Hatten wir so weit draußen angehalten? Das Wasser ist aber auch hier toll türkis oder blau, ganz klar und die Strände sind schneeweiß. Als alle wieder an Bord sind, geht es weiter nach Manlihan Island.

Wir ankern und an Bord gibt es ein hervorragendes Mittagessen. Ich habe ein Blick in die kleine Bordküche geworfen und kann mir gar nicht vorstellen, wie der Koch das alles darin zaubert. Es gibt Salate, Fleischgerichte, Nudeln, gegrillten Fisch, vegetarische Gerichte und zum Abschluß eine riesige Obstplatte.

Wer mag, schwimmt rüber auf die unbewohnte Insel oder schnorchelt neben dem Boot. Wir relaxen oben an Deck auf einer Art Yogamatte und dösen in der herrlich warmen Meeresbrise. Als der Anker gelichtet wird, geht es weiter nach Cagdanao, eine weitere unbewohnte Insel. Hier liegen viele Boote und unser Kapitän braucht lange zum Ankern.

Auf der Insel wird Volleyball gespielt, Getränke serviert, sich gesonnt und gebadet, was man ja eh dauernd tut aufgrund des Hin und Herschwimmens zum Boot. Sabrina zieht teilweise ihre lange Surfhose an, wenn im Wasser Quallen oder Nesseln zu sehen sind. Ich teste das Wasser erst und gebe dann Bescheid, ob es sich lohnt reinzukommen oder nicht bzw. ob sie die Hose braucht oder nicht. Da wir viele Punkte zum Schnorcheln anlaufen, geht sie nicht jedes Mal rein.

Nur 5 Minuten weiter mit dem Boot, liegt Camp Culaylayan gegenüber auf Linapacan Island. Sehr ursprünglich aber sehr nett gestaltete Anlage direkt am Strand. Wer kann/will schwimmt wieder rüber, andere lassen sich von der Crew mit dem Kajak trocken rüberfahren.

Die kleine Französin hat keine andere Wahl. Die ganzen kleinen Taschen und Drybags werden später ebenfalls mit dem Kajak gebracht. Freie Auswahl bei den Hütten, die alle gleich sind. Matratze auf dem Boden, Moskitonetz drüber, fertig. Kein Ventilator oder gar Klima! Nur die Brise des Meeres weht hindurch.

Wir entscheiden uns für Hütte Nummer drei. Nach kurzer Zeit melden sich die Nachbarn, ein Hund macht sich bei uns breit. Ich jage ihn raus, da er auf der Matratze und dem Moskitonetz liegt.  Er hat lauter offene Stellen und Wunden und juckt sich dauernd und sieht nicht gesund aus.

Ich gebe bei den Guides Bescheid und verlange neues Bettzeug oder eine Desinfektion. Nach einer Weile kommt jemand und bezieht das Bett neu und sprüht einmal alles ein. Das gemeinsame Abendessen nehmen wir am Strand zu uns. Alles wird an Bord gekocht und dann von den Jungs mit dem Kajak auf die Insel gefahren.

Die Fische werden während der Fahrt geangelt und kommen dann direkt auf den Grill. Wieder bekommen wir ein vorzügliches üppiges Mahl serviert. Später sitzen wir bei Lagerfeuer am Strand und ein Gitarrenspieler unterhält uns. Ich komme mir vor wie Robinson Crusoe.


Linapacan Island-Diboluduan Point-Doblo Nuebe-Barinakayan-Culion Island


Die Nacht in der offenen Hütte war besser als gedacht. Das leichte Lüftchen vom Meer ließ uns angenehm schlafen und wurde mit dem Meeresrauschen untermalt. Traumhaft. Kurz vor 6:30 Uhr wachen wir schon vom Hahnenkrähen auf.

Die Bucht erwacht gerade. Das Frühstück verzögert sich etwas, weil natürlich auch jetzt alles vom Boot herübergebracht werden muß. Danach ist sofort Frühsport angesagt, wir müssen ja wieder zum Boot schwimmen. Nicht jeder will aber jetzt schon ins Wasser und naß werden, obwohl die Wassertemperatur sehr angenehm warm ist. Sobald alle an Bord sind, wird der Anker gelichtet.

Nach 45 Minuten Fahrt erreichen wir Coral Garden beim Diboluduan Point. Hier ist der Name Programm. Wunderschöne Korallen mit vielen bunten Bewohnern überall. Absolut sehenswerte Unterwasserwelt. Auf unserer Weiterfahrt kommen wir in ganz schön wogende See.

Das Boot fährt über Wellenkämme und durch Wellentäler. Gischt spritzt von vorne teilweise bis auf das obere Deck. Gut, daß alle einigermaßen seefest sind. Der Wind zerzaust das Haar und macht die hohen Temperaturen angenehm. Ganz oben an der Steilküste von Linapacan stoppen wir am Doblo Nuebe Point. Das ist ein guter Ort zum Klippenspringen.

Ein paar andere Boote sind schon da und wir reihen uns ein. Wer will, kann rüberschwimmen und dann die Felsen an einem befestigten Seil hochklettern. Aus ca. 8 Metern springt man dann von der Klippe ins Wasser. Wir schauen uns das in Ruhe vom Boot aus an. Quasi nur um die Ecke rum, liegt das Dorf Barinakayan in der gleichnamigen Bucht. Dort ankern wir und bekommen wieder unser opulentes Mittagsmahl kredenzt.

Im Anschluß geht es wieder an Land und wir laufen einmal durch das kleine Fischerdörfchen und bekommen verschiedene Sachen erklärt. Etwas weiter außerhalb am Ende eines Pfades durch die örtlichen Felder erreichen wir eine kleine Schule.

Dort werden wir empfangen und die Kinder singen ein Lied für uns. Die Kinder sind ganz verzückt von den kleinen französischen Mädchen und wollen unbedingt ein Foto mit ihnen haben.

Als alle wieder zurück an Bord sind, machen wir es uns oben bequem und dann geht es für zwei Stunden durch unruhige See weiter nach Culion Island. Mel, unser Guide führt uns schwimmend vom Boot durch eine Passage durch die scharfen sehr nahe an der Wasseroberfläche befindlichen Korallen.

Unser zweites Hüttencamp liegt diesmal etwas höher am Berg. Dafür aber von dort mit einer fantastischen Aussicht auf unsere Bucht und das darin ankernde Boot. Man kommt sich vor wie in einer Piratengeschichte. Eine steile Treppe mit unterschiedlich unförmig hohen und breiten Stufen führt vom Strand zu den Hütten.

Diese sind etwas kleiner als die Gestrigen. Es gibt 2 Duschen und 2 Toiletten für alle. Die sanitären Anlagen in diesen Camps sind sehr bescheiden. Manchmal besteht die Dusche aus einem Wassereimer und einem Schöpflöffel. Eine Toilette ohne Sitz wird auch so gespült. Man arrangiert sich und jeder beeilt sich beim Duschen damit alle vor dem Essen noch sauber sind.

Am Abend gibt es wieder Lagerfeuer und eine kleine Feuershow. Danach muß unbedingt noch Karaoke gesungen werden. Aus einer völlig übersteuerten Box krächzt in einer ohrenbetäubenden Lautstärke das Lied, welches kaum zu erkennen ist. Der eine oder andere versucht sich am Singen aber am Ende singen fast nur noch die Filipinos. Wir gehen vor dem Ende in unsere Hütte. Hier oben hört man fast nichts von dem Krach unten. Eine angenehme Brise weht durch unser Domizil und wir können gut schlafen. Nachts wache ich auf und höre dann einer ganzen Weile dem Meeresrauschen zu. Herrlich.





Culion-Ditaytayan Island-Bulog Dos Island-Coron


Kurz vor 7 Uhr weckt mich Sabrina. Alles ist noch still und der Ausblick von der Matratze aus unserer Hütte heraus während die Sonne aufgeht, ist umwerfend.

Diesmal wird das Frühstück nicht zur Insel gefahren, sondern wir nehmen es auf dem Boot ein. Dazu muß jeder wieder rüber. Wir lassen uns diesmal mit dem Kajak rüberfahren da wir nicht sofort naß beim Frühstück sitzen wollen. Der Koch zaubert wieder die leckersten Köstlichkeiten in seiner kleinen Kombüse zusammen.

Im Seegebiet der Calamian Inselgruppe zu denen die von uns angefahrenen Eilande gehören, geht es los bei rauer See und ordentlich Wellengang. Das Meer ist heute noch bewegter als die vorherigen Tage. Das liegt zum einen an den Stücken über das offene Meer ohne den Schutz in der Nähe liegender Inseln und zum anderen an den Nachwehen eines Sturms weit draußen die letzten Tage.

Das Boot pflügt sich hoch auf den Wellenkamm und danach wieder runter ins Tal. Die Gischt spritzt ordentlich und selbst oben an Deck, wo wir alle mehr oder weniger liegen, wird man regelmäßig naß. Zum Glück ist es warm und das Meerwasser auch.  Mit einem Auslegerboot wie unserem mit wenig Tiefgang ist es das Maximale an Seegang was gefahren werden kann, berichtet die Mannschaft. Wäre es noch mehr, hätte sich etwas anderes überlegt werden müssen.

Der Kapitän ist konzentriert und meistert das gut. Die Geschwindigkeit ist langsamer als sonst und das ist der Grund, warum der erste geplante Stop ausfällt. Man fühlt sich wie ein richtiger Seefahrer. Der zweite Stop ist besser anzufahren. Wir halten zum Schnorcheln bei Ditaytayan Island mit seiner langen Sandbank. Nach einiger Zeit im Wasser, werden alle wieder rausgepfiffen, denn es geht nach nebenan in eine kleine Bucht.

Hier bleiben wir bis zum Mittagessen. Vorher noch etwas abkühlen beim Baden und in Ruhe den ersten Rum-Cola genießen. Bei der Tour sind alkoholische Getränke in Form von Rum-Cola und Gin-Tonic inkludiert. Normalerweise gibt es die aber erst nachmittags. Heute auf der letzten Tour direkt ab Mittag. Das verkürzt unsere anschließende Fahrt nach Bulog Dos Island in nicht mehr so aufgewühlter See etwas.

Das kleine felsige Eiland mit feinem weißem Sandstrand trägt den Rest zum Bacardi Feeling bei. Ein letzter kurzer Besuch der Unterwasserwelt und das Ambiente noch einmal richtig aufsaugen. Um kurz nach 15 Uhr heißt es dann aber ein letztes Mal den Anker lichten und in See zu stechen. Bis Coron sind es noch knapp 2 Stunden Fahrt. Bei bestem Wetter und mittlerweile fast ruhiger See schippern wir dahin.

Alle haben es sich oben an Deck bequem gemacht und Mel bringt die Rum,- und Gin Flaschen nach oben. Eine Seefahrt die ist lustig…. Um 17:30 Uhr erreichen wir den Hafen von Coron auf Busuanga Island. Hier endet unsere tolle Bootstour und alle verabschieden sich. Wir waren eine sehr angenehme und homogene Gruppe. Das Boot wird ausgeladen und unsere großen Rucksäcke kommen wieder ans Tageslicht.

In Coron legen auch Kreuzfahrtschiffe an, der Hafen ist also größer und wir schleppen alles den langen Weg bis zum Ausgang. Wir bezahlen noch die 200 Pesos Environmental, Tourism und Development Fee pro Nase und schnappen uns ein Tricycle und fahren zum Hotel. Hier müssen wir erstmal wieder unsere ganzen Sachen umpacken. Wir sind ja nur für eine Nacht da. Gesagt, getan. Es dauert aber eine Weile. Das A&A ABE Bayfront Inn hat eine gute Lage und kostet für uns beide für eine Nacht mit Frühstück 30 Euro. Spät gehen wir hier im Viertel beim Mexikaner etwas essen.


An einem der Tische entdecken wir ein paar Franzosen unseres Boots. Einen kleinen Spaziergang durch die Umgebung hier hängen wir noch dran. Leider klingelt morgen schon wieder sehr zeitig der Wecker. Den Transfer zum Flughafen für 500 Pesos organisieren wir uns noch schnell bei der netten Dame der Rezeption.   


Coron-Busuanga Flughafen-Manila


Um 5:15 Uhr stehen wir auf und um 5:45 Uhr sind wir ganz oben auf der Dachterrasse beim Frühstück.

Der Koch fängt extra etwas früher an damit wir und ein anderes Pärchen rechtzeitig abgeholt werden können. Schnell einen Pfannkuchen und eine Banane verschlungen und dann stehen wir draußen zum Abholen bereit.

Meistens kommen die Fahrer etwas früher, heute nicht. Die nette Dame der Rezeption, welches auch die Chefin ist wie wir erfahren, kontaktiert den Fahrer, wo er bleibt. Als um 6:10 Uhr der Minibus kommt, ist er fast voll.

Als Sabrina die Tür aufmacht will keiner rutschen und Platz machen. Also setzen wir uns zum Gepäck in die letzte Reihe auf einen und einen halben Platz. Auf der Fahrt halten wir noch zweimal und sammeln weitere drei Leute ein. Jetzt müssen auch die unsympathischen vorne rutschen.

Der Flughafen von Coron ist auf der anderen Seite der Insel in Busuanga und einiges entfernt. Die Fahrt dauert also etwas. Er ist, wie andere auf der Reise, winzig und somit geht alles schnell. Die kleine ATR startet pünktlich in den diesigen Morgenhimmel und nach einer Stunde landen wir zu früh in Manila.

Alles geht zügig und ruckzuck sitzen wir in einem Grab zu unserem Hotel. Das 5 Sterne Admiral Hotel im Stadtteil Pasay City überrascht mich. Ein hohes modernes Gebäude am achtspurigen Roxas Boulevard an der Waterfront und mit Blick auf die Bucht von Manila.

Ganz viele emsige Angestellte wuseln herum. Ich komme mir aufgrund unseres lockeren Aussehens etwas fehl am Platze vor. Unser Zimmer ist noch nicht fertig. Verständlich, wir haben 10:30 Uhr.

Unser Gepäck wird so lange eingelagert und wir dürfen schon auf die Dachterrasse und den Pool nutzen. Dort dösen wir ein trotz des lauten Verkehrs unten und der Baustelle in der Nähe. Gegen 11:30 Uhr packt uns der Hunger und wir gehen zum McDonalds in Laufweite.

Es ist wohl allgemein Mittagspause denn dort ist sehr viel los. Vor 12 Uhr noch dürfen wir in unser Zimmer, ein Upgrade gibt es noch obendrauf. Ein großes Zimmer im 8. Stock, halber Meer,- und halber Stadtblick. Nach all den Tagen ein richtiger Luxus. Unschlagbare 160 Euro für uns beide für zwei Tage kostet es.

Wieder döse ich auf dem sehr gemütlichen Bett etwas weg. Dann raffen wir uns auf und fahren mit einem Grab zur Mall of Asia. Eine der größten Asiens. Einige Stunden gehen hier drauf. Das Abendessen nehmen wir in der Bar auf der Dachterrasse am Pool ein und haben einen fantastischen Blick auf die beleuchtete Stadt und die Bucht. Unten schiebt sich Manilas dichter Verkehr die riesige Straße entlang.    


Pasay City-Rizal Park-Manila-Intramuros-Fort Santiago-SM City Mall-Pasay City


Eigentlich wollten wir seit langem mal wieder ausschlafen. Trotzdem sind wir um 7:15 Uhr wach.

Wäre auch seltsam nach so langer Zeit mit frühem Aufstehen bis in die Puppen schlafen zu können. Dementsprechend früh machen wir uns zu Fuß auf Richtung Intramuros, Manilas historischer Kern und Altstadt. 5,5 Kilometer sind es mehr oder weniger nur geradeaus von unserem Hotel und deswegen entscheiden wir uns zu laufen.

Trotz der hohen Temperatur. Am Bay Walk, der parallel zum Roxas Blvd. verlaufenden breiten palmengesäumten Uferpromenade laufen wir bis zur amerikanischen Botschaft. Dort endet der breite Fußweg. Es stehen dort hunderte Menschen in einer riesigen Schlange an und warten geduldig mit Umschlägen in der Hand auf ihren Termin.

Für die meisten geht es um Einreisevisa und Arbeitserlaubnis für die USA. Die Filipinos sind weltweit gern gesehene Arbeitskräfte und gerade in der Schifffahrt überall auf dem Globus unterwegs. Das erklärt auch den riesigen Klotz von Botschaft der Amerikaner. Über eine kleine Fußgängerbrücke gehen wir auf die andere Seite.

Selbst hier im Schatten stehen noch viele Botschaftsbesucher. Ein paar Blocks weiter erreichen wir den Rizal Park. Hier steht an der Stelle, an der der Schriftsteller und Arzt Jose Rizal hingerichtet wurde, das gleichnamige Monument und ehrt den philippinischen Nationalhelden.

Rizal war auch eine Zeit lang in Deutschland und war Gegner des spanischen Kolonialismus. Am 30.12.1896 wurde er von den Spaniern hier erschossen. Ab jetzt werden wir ständig von Leuten angequatscht, die uns die Altstadt zeigen wollen. Gegen Gebühr. Wir lehnen ab und kommen zu den äußeren Grünanlagen, dem ehemaligen Stadtgraben an den Außenmauern von Intramuros.

Die aufdringlichen Guides verfolgen uns sogar mit ihren E-TukTuks. Irgendwann lehnen wir, diesmal entschieden und energisch ab, mit dem Erfolg, daß uns keiner mehr folgt. Wir peilen als erstes die Kathedrale von Manila an und kaufen erstmal eine Flasche Wasser.

Einmal kurz in die Kirche reinschauen und dann gehen wir in das nicht weit entfernte gegenüberliegende Fort Santiago durch das imposante Haupttor. Die weitläufige Festung samt ihrer Anlage Plaza Moriones, ein Parade- und Exerzierplatz in der Kolonialzeit und Plaza Armas direkt am Pasig River gelegen, beherbergt auch den Schrein Rizals und den Kerker, in dem er von den spanischen Behörden festgehalten wurde.

Die Festung Santiago wurde auf den Trümmern des Palastes des ehemaligen Häuptlings von Manila errichtet. Der Palast wurde von den Conquistadoren nach zahlreichen blutigen Schlachten zwischen den muslimischen Bewohnern von Manila und den Spaniern 1570 zerstört. Nach dem Sieg der Spanier wurde das Fort 1571 erbaut, mehrmals zerstört durch Chinesen, Engländer und zuletzt weitgehend durch die Japaner im zweiten Weltkrieg bei der Schlacht um Manila. Die Festung und insbesondere die alte Pulverkammer wurde von der kaiserlich japanischen Armee als Stützpunkt und Folterlager genutzt.

Die dunklen Verliese und unterirdischen Magazine dienten als Gefängnis für Hunderte von Widerstandskämpfer der Filipinos. Etwa 600 amerikanische Kriegsgefangene wurden von den Japanern in den extrem engen und belüftungsarmen Verliesen, teilweise unter dem Meeresspiegel gelegen, eingesperrt und ertränkt. Oder sie starben dort elendig an Hunger und Ersticken.

Santiago wurde in den 80er Jahren schön restauriert und imposant mit bis zu 22 Meter hohen Mauern zieht es jetzt Besucher aus aller Welt an. Wir verbringen hier einige Zeit, bummeln durch die Andenkenläden und trinken etwas in einem der Cafes. Der Eintritt kostet 75 Pesos p.P.

Anschließend laufen wir querbeet durch die komplett von Mauern umgebene Altstadt und schauen uns einige der schön renovierten Gebäude an. In der Magellanstraße sieht es sehr elendig aus. Viele wohnen hier in Zelten und hausen auf der Straße.

Weiter führt uns unser Weg dann durch Manila Downtown bis zur SM City Mall, ohne daß wir anderen Touristen begegnen. In der Mall kühlen wir uns etwas ab. Hier steppt der Bär, es ist voll und wuselig. Im Foodcourt im Untergeschoß essen wir sehr local style zu Mittag.

Danach springen wir draußen in ein Tuktuk und lassen uns zum Hotel zurückfahren. Gelaufen sind wir heute bei der Wärme genug. Im Hotel angekommen, besuchen wir den Pool und lassen den Nachmittag ausklingen.

Zum Abendessen und für zwei Cocktails gehen wir in den Keller ins Ruby Wong´s Go Down. Eine sehr tolle Location. Die haben wir gestern Abend zufällig entdeckt. Durch und hinter einem Bücherregal führt eine Treppe und sogar ein kleiner Aufzug ins Kellergeschoß.

In der Bar ist es relativ dunkel, etwas spelunkig. Man fühlt sich ein wenig in der Zeit zurückversetzt. Die Angestellten tragen dazu passende Kleidung. Die Damen lange enge fein bestickte Kleider die etwas an China erinnern, die Herren, Chinohose und Schiebermütze.

Es empfiehlt sich hier zu reservieren. Die Bar ist für seine ausgefallenen Cocktails berühmt, bietet aber auch eine kleine Essenskarte an. In einem Separee ist ein Tätowierer anwesend.

Wir sind begeistert. Ich probiere zwei mir komplett unbekannte, aber hervorragende Cocktails (Ruby´s Rehab und Quirk n´Squirt) und für die Damen ist heute 2 für 1. Sabrina bekommt zwei Original Sin. Dazu werden kleine Knabbereien gereicht.





Manila-Bangkok-Talatnoi-Sathun-Suvarnabhumi


Ein frühes Aufstehen ist wiedermal unumgänglich. Da wir heute in Bangkok noch Unternehmungen geplant haben, nehmen wir den ersten Flug mit Philippine Airlines.

Um 6:45 Uhr fährt uns ein Grab zum Flughafen. Alles geht glatt und wir investieren die letzten Pesos in Getränke und Snacks. Eine Boeing 777-300 ER bringt uns vollbesetzt nach Bangkok.

Dort ist bei der Einreise sehr viel los und wir müssen etwas warten.  Wir melden uns dann am Treffpunkt zur Abholung durch unser Flughafenshuttle von The Cottage Suvarnabhumi. Das Hotel liegt günstig in Flughafennähe. Ein schönes Zimmer im Erdgeschoß mit kleiner Terrasse und Zugang zum Pool direkt davor.

Wir werfen aber nur schnell die Sachen ab und machen uns dann gleich auf den Weg in die Stadt. Ein Grab fährt uns dann in einer Stunde ohne große Verkehrsprobleme nach Talatnoi. Ein kleines angesagtes Viertel mit netten Geschäften und Cafés.

Wir durchstöbern die Winkel und Gassen mit ihren schönen Graffitis und Bemalungen.  In einer Straße ist jedes Gebäude eine Art Werkstatt und die Leute jeweils für die Aufbereitung eines anderen Fahrzeugteils zuständig. Berge von Bremsen und Zubehör hier, Haufen von Lenkgestängen dort und Federn und Karosserieteile gegenüber.

Man könnte hier ein komplettes Auto zusammenbauen. Eine Verschnaufpause legen wir in einem Lokal auf der Terrasse ein und sitzen draußen bei einem Bier direkt am Chao Praya und schauen schräg gegenüber auf das Icon Siam. Dorthin fahren wir dann mit dem Express Boot der Orange Flag von einem Pier ganz in der Nähe.

In dem riesigen Einkaufszentrum ist es voll, wir durchstöbern alle Stockwerke und erstehen eine Tasche, um unsere Mitbringsel auf dem Heimflug aufgeben zu können. Im Foodcourt essen wir ein Pad Kra Pao. Dann wieder rüber mit dem Boot nach Sathun und von dort mit einem Grab durch den dichten Verkehr zurück zum Hotel. Abends genießen wir noch die Wärme vor unserem Zimmer mit den Bieren vom Flughafen Manila.




Bangkok-Frankfurt


Da unser Hotel sehr Flughafennah liegt, sparen wir uns ein extrem frühes Aufstehen. Dafür hatten wir gestern eine lange Hin,- und Rückfahrt in die Stadt. Um 6:30 Uhr sind wir beim Frühstücksbuffet und sitzen noch einmal schön draußen. Um 7:20 Uhr bringt uns das Hotelshuttle zusammen mit anderen Gästen an den Flughafen. Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle gehen schnell und dann haben wir noch genug Zeit, um noch ein paar letzte Besorgungen zu tätigen. Frischer Mango Sticky Reis muß unter anderem mit.

Wir laufen ein paar gute Meter hin und her, bis wir alles haben. Rechtzeitig fahren wir dann mit der Bahn ins neue Terminal SAT-1. Pünktlich verläßt unser Flieger Bangkok, obwohl es erst aus dem Cockpit heißt: … Wir warten noch auf Nachzügler. Ein paar seltsame Personen sind immer dabei. Der eine stresst rum wegen allem möglichen und es heißt später, man hatte überlegt zwischenzulanden und ihn rauszuwerfen. Der andere trinkt bestimmt 10 Bier und bekommt irgendwann keins mehr. 30 Minuten früher landen wir in FRA. Sabrinas Eltern empfangen uns und fahren uns heim. Zu Hause angekommen gehen wir direkt erst noch einkaufen, es ist Samstagabend. Wir packen dann noch einen Großteil der Sachen aus und fallen um 21 Uhr müde ins Bett.          

          

                                                    

       

                      

                                    

 

 

 
 
 

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